Der Landbote                       

Neue Termine der Reihe "Geschichte des Antisemitismus"
"Innerweltliche Erlösung"
Hannah Arendt
(1905 – 1975)

über die modernen Panik-Bewegungen

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert prägen sich die modernen Wahn-Bewegungen aus, die Motoren des >Jahrhunderts der Extreme< (Hobsbawm). Unter dem Titel „Kontinentaler Imperialismus“ hat Hannah Arendt nachdenkenswerte Skizzen zum modernen Fundamentalismus entworfen.

Referent:
Prof. Friedhelm Kröll

Montag, 02.03.2009
>Völkischer Nationalismus<
- über den Pan-Germanismus

Montag, 09.03.2009
>Religiöser Nationalismus<
- über den Panslavismus

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Alle Abende in der Volkshochschule Fürth
Hirschenstr. 27
90762 Fürth

Teilnehmergebühr 6,-€

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Hannah Arendt
1902-1975

1906 14. Oktober: Hannah Arendt wird als Tochter des Ingenieurs Paul Arendt und dessen Frau Martha (geb. Cohn) in Linden (bei Hannover) geboren. Sie wächst in einem sozialdemokratischen jüdisch-assimilierten Elternhaus in Königsberg auf.

1924
Sie nimmt ein Studium der Philosophie, Theologie und Klassischen Philosophie in Marburg auf, wechselt aber später nach Freiburg im Breisgau und Heidelberg, wo sie u. a. bei Martin Heidegger und Edmund Husserl (1858-1938) studiert.

1928
Promotion über den "Liebesbegriff bei Augustin" in Heidelberg bei Karl Jaspers, dem sie ihr Leben lang verbunden bleibt.
1933 Nach einer kurzen Inhaftierung durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) flieht sie über Karlsbad und Genf nach Paris, wo sie als Sozialarbeiterin bei verschiedenen jüdischen Organisationen arbeitet. Mitgliedschaft in der World Zionist Organization (bis 1943).

1941 Nach einer mehrwöchigen Internierung im berüchtigten Auffanglager Gurs emigriert Arendt mit ihrem Ehemann und ihrer Mutter in die USA, wo sie politische Kolumnen für die deutsch-jüdische Wochenzeitschrift "Aufbau" schreibt.

1944-1946 Forschungsleiterin der Conference on Jewish Relations.
1946-1949 Cheflektorin im Salman Schocken Verlag.
1948-1952 Direktorin
der Jewish CulturalReconstruction Organization zur Rettung jüdischen Kulturguts.

1949/50
In dieser Funktion reist sie erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder nach Deutschland.

1961
Berichterstattung über den Eichmann-Prozeß in Jerusalem für die Zeitschrift "New Yorker". Ihre Beiträge werden wegen der Kritik am Verhalten der Judenräte sowie der Darstellung Adolf Eichmanns selbst und seiner Motive kontrovers diskutiert.

1963
Ihre Artikel erscheinen als Buchform unter dem Titel "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen". Ihre Untersuchung über die revolutionäre Begründung der Vernichtung politischer Herrschaft erscheint unter dem Titel "Über die Revolution".

1970
Sie veröffentlicht die Studie "Macht und Gewalt".

1973
Arendt wird Vorstandsmitglied im amerikanischen PEN-Zentrum.

1975
4. Dezember Hannah Arendt stirbt in New York,